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Veranstaltungen

Veranstaltung 

Titel:
Alles, was Atem hat - lobe ihn!
Wann:
10.11.2018 18.15 Uhr
Wo:
Altes Refektorium - Kloster Ebstorf
Kategorie:
Konzerte

Beschreibung

Alles, was Atem hat - lobe ihn!

Meditative Musik vom Mittelalter bis Barock
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mit Lesungen aus der Neuzeit

Karsten Köppen (Laute); Cornelia Spanier (Flöten); Hannah Köppen (Lesung)

Beginn 18:15 Uhr

Presseinformation

„Alles was Atem hat – lobe IHN!“

Der Titel des nächsten Konzertes im Kloster Ebstorf beschreibt den zu erwartenden Inhalt sehr klar. Im Alten Refektorium erleben Besucherinnen und Besucher ein Spektrum meditativer Musik vom Mittelalter bis Barock, ergänzt durch die Lesung vertiefender Texte aus dem „Stundenbuch“ von R.M. Rilke

Karsten Köppen (Laute) und Cornelia Spanier (Flöten), die beide zusammen auch als „Duo Blaugold“ auftreten, und Hannah Köppen (Lesungen) gestalten das abwechslungsreiche Konzert am Sonnabend, dem 10. November 2018 um 18:15 Uhr.

Gregorianisch-mittelalterliche Melodien, teils mit ihrem Ursprung aus dem Ebstorfer Kloster, werden dabei entfaltet und auch räumlich variiert. Der freie Fluss des Atems als Grundlage des gregorianischen Gesangs, wird in einem Ebstorfer Alleluja hörbar.
Der einstimmige Wechselgesang wurde in den Klöstern in den Anfängen durch verschiedenste Instrumente lediglich gestützt, später dann kunstvoll erweitert. In den später folgenden Improvisationen emanzipierte sich die Instrumentalmusik von der menschlichen Stimme.
Im ersten Teil des Konzerts werden die beiden Musiker diese Schritte sowohl gesanglich als auch durch zwei Bassflöten eindrücklich darstellen.
Im zweiten Teil erhalten die Zuhörer Einblicke in die Welt der italienischen Lautenmusik. Giovanni Kapsberger und Alessandro Piccinini schufen kunstvolle Werke für die Chitarrone, die größte Verwandte der Laute. In deren effektvollen Kompositionen sind mehrere eigenständige Stimmen hörbar: Sie steigern und beruhigen sich, sind scheinbar unabhängig voneinander aber dennoch aufeinander bezogen im gemeinsamen Melodie- und Atemrhythmus.
Das Motiv der umspielenden Variationen eines Grundthemas findet sich auch in den virtuosen Kompositionen eines Diego Ortiz wieder, die durch die rhythmischen Möglichkeiten der Barockgitarre ihren spielerisch-leichten Charakter zeigen können.
In den englischen Grounds aus dem 17. Jahrhundert wandert das eigentliche Thema „in den Untergrund“ - in den Bass - währenddessen die Flöte tänzerisch oder raffiniert melodiös ihre Freiheit auskosten kann.

Texte aus dem „Stundenbuch“ von R.M. Rilke, gelesen von Hannah Köppen, laden die Zuhörer ein, sich auf den Atemrhythmus der Musik auch gedanklich einzulassen.
Durch das gesprochene Wort wird die Stille als Grundlage der Musik einmal mehr präsent. Es bereichert und kontrastiert das abwechslungsreiche Programm der beiden Musiker.

Karsten Köppen, Musiker, Dipl.Pädagoge, studierte als ehemaliger Klosterkantor Gregorianik bei Prof. Joppich, Prof. Berchmanns-Göschl und Prof. Klöckner. Studien der Laute u.a. bei Hopkinson Smith und Axel Wolf folgten. Er ist Gründer des Ensembles Zeitreich. Weitere Infos unter: www.musik-und-stille.de

Cornelia Spanier unterrichtet seit 20 Jahren Querflöte und Blockflöte. Sie ist mit ihren Instrumenten in verschiedenen Duos und Ensembles konzertant unterwegs. Weitere Infos: www.fluteforfun.de

Hannah Köppen ist als Kunstpädagogin, Dozentin und Koordinatorin in der Hospizarbeit aktiv.

 

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort:
Altes Refektorium