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Veranstaltungen

Veranstaltung 

Titel:
7 Todsünden
Wann:
28.04.2018 18.15 Uhr
Wo:
Altes Refektorium - Kloster Ebstorf
Kategorie:
Konzerte

Beschreibung

7 Todsünden

Szenische Performance
Philharmonisches Trio
Mario Goldmann (Sprecher); Sigrun Witt (Gesang/Flöte); Yasuko Oshikawa (Piano)
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Handlung

Die 7 Sünden beleuchten die Todsünden aus moderner Sicht und zeigen die Bereitschaft des Menschen, in der Todsünde auch eine Tugend zu sehen.
So soll Geiz ein Antrieb für Reichtum und Trägheit ein Indikator für Geduld sein. Aus diesem Für und Wider entwickelt sich die Dramaturgie des Stückes,
gerahmt von Gebet und Musik.

Die sieben Todsünden

Via Satellit wurde in Karglands Erde Kupfer entdeckt. Ein Bankenkonsortium unterbreitet ein Angebot.

Der Häuptling lehnt ab: „Es ist das Einzige, was wir haben.“

Das Bankenkonsortium schickt eine Söldnertruppe -laut Medien „die demokratischen Kräfte des Landes“. Die Söldnertruppe macht das Land platt und den Häuptling auch; und die Fliehenden - dafür gibt es Deutschland, gibt es Europa. Warum kann das geschehen. Warum schweigen wir? Sie können alle sieben Sünden deklinieren, an einer bleiben Sie kleben. Trägheit. Die Trägheit des Herzens. Diese Sünde müsste am Anfang der sieben Sünden stehen. Vereint mit der Gier. Beide ergeben die Mischung, die es möglich macht. Die Gier liegt nicht in unserer Verantwortung, sie betrifft die andere Seite, aber die Trägheit des Herzens, das betrifft uns.

Geben wir’s zu. Wir sind vernebelt. Mit Begriffsverwirrung, Umfälschung, Neusprech und Lügsprech: So heißt Raubbau an der Natur: „Freie Marktwirtschaft“. Gewaltanwendung: „Antifaschismus“. Vertreibung: „Wanderung“. Aber es geht noch interessanter, also gleich ab ins das Stück:

Prolog

Die Sünd' kennt manch gute Gaben.

Hat Neid nicht einen messerscharfen Blick...

Ist Geiz nicht auch ein Sammler großer Schätze...

Und Zorn, entzündet doch am Unrecht sich.

Und Hochmut, stellt nicht untern Scheffel sein eigen Licht.

Die Trägheit trägt das Antlitz der Geduld.

Und Wollust, ach wie schön sind deine Gaben!

Die Völlerei, ich gesteh, ist besser als am Hungertuch zu nagen.

Wen sollten wir uns denn versagen, gäbe es nicht den Zorn, den Neid, die Wollust und die Völlerei. Den

Geiz und Hochmut und die Trägheit auch. Was hätten wir denn noch zu klagen.

So wechselt Sünde die Gesichter. Tritt auf mit falschen Namen.

Auch wenn des Teufels Blick nicht weit.

Neusprech und Lügsprech sind heimisch geworden. Wir mitten drin. Können Sie mit Neusprech Ihr Gewissen ruhig stellen? Können Sie sich mit Lügsprech von Ihren Sünden freikaufen? Alles, was Sie mit Lügsprech können, ist Ihre Integrität verlieren und das ist das Schlimmste, was Ihnen passieren kann. Denn Lügsprech i s t die Trägheit des Herzens. Warum es soweit mit Ihnen kam, das erfahren Sie in: „Die 7 Todsünden“

Mario Goldmann Textautor und Erzähler

Der Musiker, Autor und Komponist Mario Goldmann kommt aus dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Sein kompositorisches Debüt gab er 1987 mit ‚Emotion and Pain’ in der Opera stabile an der Hamburgischen Staatsoper. Die Kritik schrieb: „…ein Gesamtkunstwerk“. Darauf folgte ‚DER BLAUE PLANET’, von der ARD für die Expo 2000 nominiert. Der Autor Mario Goldmann schrieb verschiedene Libretti, u.a. zu ‚PAN verführt…’ sowie ‚Die Schöne und das Ungeheuer’, das mit großem Erfolg im Mai 2009 in den Hamburger Kammerspielen seine Premiere hatte. Als Textautor gestaltet Mario Goldmann die Konzeptionen und die sprachlichen Partien des PHIL harmonischen TRIO’s.

Sigrun Witt Sängerin und Flötistin

Die Konzertflötistin und Sängerin Sigrun Witt verbindet in den Konzerten mit dem PHIL harmonischen TRIO Gesang, Schauspiel und Flötenspiel zu dem für dieses Ensemble typischen und einmaligen Profil. Sie verbindet dabei hohe Schauspielkunst und einen wunderbar schillernden Flötenklang mit einer dunklen und berührenden Altstimme. Sigrun Witt startete ihre künstlerische Karriere als Flötistin im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Als Mezzosopran trat sie u.a. mit dem Kammerorchester dieses Klangkörpers hervor. Sie promovierte in Musikwissenschaften und lehrte viele Jahre als Dozentin an der Musikhochschule in Detmold. CDs mit Werken von Mozart bis Debussy gehören zu ihrem Oeuvre.

Yasuko Oshikawa Klavier

Yasuko Oshikawa ist die Pianistin im PHIL harmonischen TRIO seit 2002 und gehört somit zu den Künstlern der ersten Stunde, die dieses Trio mit gestalteten. Sie konzertierte bis dahin als Solistin international und in verschiedenen Kammermusikformationen in Deutschland, der Schweiz, Südamerika und Japan. Seit 2006 ist sie auch Pianistin in Residence bei GEDOK, den Frauen der Künste. Yasuko Oshikawa zeichnet Virtuosität und einfühlsame Klavier-Begleitung aus. Neben einer klar strukturierten musikalischen Interpretation besitzt sie diesen wunderbar hellen und durchsichtigen Klavieranschlag, der ihrem Klang die besondere Note verleiht. Ihre bevorzugten Komponisten sind die Klassiker der „Wiener Schule“, aber ebenso ist sie begeistert von der Kraft der Modernität zeitgenössischer Musik.

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort:
Altes Refektorium